17.05.2026 – Internationalität ist kein Privileg der Schüler*innen. Auch unsere Lehrkräfte gehen hinaus in die Welt — und kehren bereichert zurück.
Zwei Wochen lang war Frau König nicht in Cloppenburg, sondern in Schweden — genauer gesagt am Tingvallagymnasiet in Karlstad. Im Rahmen eines sogenannten Teacher Shadowings begleitete sie dort Lehrkräfte im Schulalltag, lernte die Schulleitung kennen und tauschte sich mit Sonderpädagog*innen aus. Organisiert und finanziert wird das Job-Shadowing-Programm über das europäische Bildungsprogramm „Erasmus+“. Ziel: einen tiefen, ehrlichen Einblick in ein anderes Schulsystem gewinnen — und diesen Blickwinkel mit nach Hause zu bringen.
Das Tingvallagymnasiet in Schweden
Die Schule der Sekundarstufe II hat Bildungsprogramme in den Bereichen Wirtschaft, Vertrieb & Service, Restaurant & Ernährung, Sozialwissenschaften, Hotel & Tourismus sowie Pflege & Wohlfahrt — ein Profil, das viele Berührungspunkte mit unserer eigenen Schule aufweist.
Einblicke, die bleiben
Was macht schwedischen Schulunterricht aus? Wie arbeiten Lehrkräfte dort zusammen, und wie wird mit Förderbedarfen umgegangen? Frau König erlebte das schwedische Schulwesen nicht als Beobachterin von außen, sondern mittendrin — im Unterricht, in den Gesprächen, im Alltag. Die interkulturellen Erfahrungen, die dabei entstehen, lassen sich kaum in Seminaren vermitteln.
Auch die Freizeit gehörte dazu
Neben dem Schulalltag erkundete Frau König die Region rund um Karlstad — darunter die Südspitze der Halbinsel Hammarö. Besonders persönlich: Ein Konzertbesuch der Band Underjorden, in der einer ihrer schwedischen Kollegen spielt. Solche Begegnungen sind es, die aus einem Arbeitsaufenthalt eine echte menschliche Erfahrung machen.
„Ein Auslandspraktikum — egal in welcher Form — ist eine Erfahrung, die ich uneingeschränkt weiterempfehlen kann. Beruflich wie persönlich wächst man daran auf eine Art, die sich schwer in Worte fassen lässt,“ so Frau König.
Internationalität ist Haltung — nicht Ausnahme
Was Frau Königs Aufenthalt deutlich macht: Internationales Lernen endet nicht mit dem Schulabschluss. An der BBS am Museumsdorf verstehen wir Internationalität als Teil unserer Schulkultur — für Schüler*innen genauso wie für unser Kollegium. Als „Europaschule in Niedersachsen“ glauben wir daran: Wer andere Schulsysteme kennt, unterrichtet mit einem breiteren Horizont. Wer andere Kulturen erlebt hat, begegnet Menschen offener.
Ausblick
Der Besuch am Tingvallagymnasiet ist der Beginn einer neuen Partnerschaft. Wir freuen uns auf die zukünftige Zusammenarbeit — und darauf, was aus diesem ersten Kontakt noch entstehen wird.






