Kauf­man­n/-frau im Groß- und Außen­han­del

    ☼ Pro­fil in Kurz­form

    • Klas­se: BSWGH
    • Berufs­be­reich: Wirt­schaft
    • Aus­bil­dungs­dau­er: 3 Jah­re
    • Mög­li­cher Schul­ab­schluss: Erwei­ter­ter Sekun­darab­schluss I
    • Berufs­ab­schluss: Kaufmann/frau im Groß- und Außen­han­del
    • Anmel­dung: Der Aus­bil­dungs­be­trieb mel­det sei­ne Aus­zu­bil­den­den in der Schu­le an.

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    ♦ Berufs­bild

    Der Groß- und Außen­han­dels­kauf­mann ist ein staat­lich aner­kann­ter Aus­bil­dungs­be­ruf im Berufs­feld Wirt­schaft und Ver­wal­tung. Die Aus­zu­bil­den­den wer­den in Betrie­ben ver­schie­de­ner Wirt­schafts­zwei­ge und Bran­chen ein­ge­setzt und dabei mit kauf­män­nisch ver­wal­ten­den, orga­ni­sa­to­ri­schen, groß- und außen­händ­le­ri­schen Auf­ga­ben betraut. Das Ein­satz­ge­biet erstreckt sich auf die Pla­nung, Orga­ni­sa­ti­on und Steue­rung der Beschaf­fung und des Absat­zes von Waren sowie auf das Ange­bot von waren­be­zo­ge­nen Ser­vice­dienst­leis­tun­gen. Die Arbeit ist natio­nal und inter­na­tio­nal geprägt. Kauf­leu­te im Groß- und Außen­han­del sind in Han­dels- und Indus­trie­un­ter­neh­men tätig. Die Kom­pe­ten­zen von Kauf­leu­ten im Groß- und Außen­han­del lie­gen im selbst­stän­di­gen und ver­netz­ten Den­ken sowie in der Fähig­keit Pro­ble­me zu lösen.

    ♦ Dau­er

    Die Aus­bil­dungs­dau­er beträgt grund­sätz­lich 3 Jah­re, wenn der Haupt­schul­ab­schluss vor­liegt. Eine Ver­kür­zung der Aus­bil­dung auf 2 Jah­re ist mög­lich, wenn die Vor­aus­set­zun­gen erfüllt sind. Die­ses ist i. d. R. dann der Fall, wenn vor der Fach­stu­fe I und II eine voll­zeit­schu­li­sche Grund­bil­dung in einer ein­jäh­ri­gen bzw. zwei­jäh­ri­gen Berufs­fach­schul­klas­se Wirt­schaft erfolg­reich durch­lau­fen oder das Beruf­li­che Gym­na­si­um Wirt­schaft besucht wur­de. Umschü­ler wer­den i. d. R. nur zwei­jäh­rig aus­ge­bil­det.

    ♦ Aus­bil­dungs­in­hal­te

    Der berufs­spe­zi­fi­sche Unter­richt in der Berufs­schu­le soll die Schü­le­rin­nen und Schü­ler befä­hi­gen, den Aus­bil­dungs- und Tätig­keits­an­for­de­run­gen in ihrem Aus­bil­dungs­be­ruf gerecht zu wer­den. Er soll auch auf Ver­än­de­run­gen im Berufs­le­ben vor­be­rei­ten. Der Schwer­punkt der Aus­bil­dung in Clop­pen­burg liegt in der Fach­rich­tung Groß­han­del, wobei der Außen­han­del durch eine außen­händ­le­ri­sche Zusatz­qua­li­fi­ka­ti­on nicht zu kurz kommt und Unter­stüt­zung in einer berufs­spe­zi­fi­schen Fremd­spra­chen­ver­mitt­lung (Eng­lisch) erhält.

    ♦ Der berufs­über­grei­fen­de Lern­be­reich

    Deutsch/Kommunikation
    Englisch/Kommunikation
    Poli­tik

    ♦ Der berufs­be­zo­ge­ne Lern­be­reich

    LF1: Den Aus­bil­dungs­be­trieb als Groß- und Außen­han­dels­un­ter­neh­men prä­sen­tie­ren
    LF2: Auf­trä­ge kun­den­ori­en­tiert bear­bei­ten
    LF3: Beschaf­fungs­pro­zes­se pla­nen, steu­ern und durch­füh­ren
    LF4: Geschäfts­pro­zes­se als Wer­te­strö­me erfas­sen, doku­men­tie­ren und aus­wer­ten
    LF5: Per­so­nal­wirt­schaft­li­che Auf­ga­ben wahr­neh­men
    LF6: Logis­ti­sche Pro­zes­se pla­nen, steu­ern und kon­trol­lie­ren
    LF7: Gesamt­wirt­schaft­li­che Ein­flüs­se auf das Groß- und Außen­han­dels­un­ter­neh­men ana­ly­sie­ren
    LF8: Preis­po­li­ti­sche Maß­nah­men erfolgs­ori­en­tiert vor­be­rei­ten und steu­ern
    LF9: Mar­ke­ting pla­nen, durch­füh­ren und kon­trol­lie­ren
    LF10: Finan­zie­rungs­ent­schei­dun­gen tref­fen
    LF11: Unter­neh­mens­er­geb­nis­se auf­be­rei­ten, bewer­ten und nut­zen
    LF12: Berufs­ori­en­tier­te Pro­jek­te für den Groß- und Außen­han­del durch­füh­ren

    ♦ Zusätz­li­che Ange­bo­te

    In der Fach­stu­fe I oder II wird mit jeweils einer Wochen­stun­de die „Pra­xis des Aus­lands­ge­schäf­tes“ (Modul I Kauf­frau/-mann für inter­na­tio­na­le Geschäfts­tä­tig­keit, kurz KIG) unter­rich­tet. Die­ses Modul kann mit einer Prü­fung durch die IHK abge­schlos­sen wer­den und wird dann als Prü­fungs­teil im Rah­men der Zusatz­qua­li­fi­ka­ti­on KIG aner­kannt.

    ♦ Abschluss der Aus­bil­dung

    Bei erfolg­rei­chem Abschluss der Berufs­aus­bil­dung wer­den zwei Zeug­nis­se aus­ge­hän­digt:
    a) Das Zeug­nis der Kam­mer über die bestan­de­ne Abschluss­prü­fung
    b) Das Zeug­nis der Berufs­schu­le mit der Leis­tungs­be­ur­tei­lung in Fächern und Lern­fel­dern.

    Je nach Leis­tungs­pro­fil kön­nen dabei fol­gen­de schu­li­sche Abschlüs­se erreicht wer­den:

    ► Sekun­darab­schluss I – Haupt­schul­ab­schluss
    Erfolg­rei­cher Abschluss der Berufs­schu­le, d. h. alle Lern­be­rei­che min­des­tens Note 4, maxi­mal zwei Ein­zel­no­ten 5 bzw. eine Ein­zel­no­te 6

    ► Sekun­darab­schluss I – Real­schul­ab­schluss
    Erfolg­rei­cher Abschluss der Berufs­schu­le (s. o.) und erfolg­rei­che Abschluss­prü­fung im Aus­bil­dungs­be­ruf

    ► Erwei­ter­ter Sekun­darab­schluss I
    Auf dem Berufs­schul­zeug­nis müs­sen die fol­gen­den Bedin­gun­gen erfüllt sein:
    Noten­durch­schnitt 3,0
    Deutsch 3
    Eng­lisch 3
    Berufs­be­zo­ge­ner Lern­be­reich 3

    ► Der Berufs­schul­ab­schluss in Ver­bin­dung mit der erfolg­reich abge­leg­ten Abschluss­prü­fung berech­tigt zum Besuch der Klas­se 12 der Fach­ober­schu­le Wirt­schaft und Ver­wal­tung – Schwer­punkt Wirt­schaft.