ausbildung.plus: Pra­xis­mo­dul bei Rem­mers

    25.03.2019 — Am 16.01.2019 begann das zwei­te Pra­xis­mo­dul mit dem The­ma „Logis­tik“ bei der Fir­ma Rem­mers in Lönin­gen. An die­ser Ver­an­stal­tung nah­men die Schü­ler des aktu­ell zwei­ten Aus­bil­dungs­jah­res der BBS in Lönin­gen sowie eini­ge Leh­rer und Ver­tre­ter der an Ausbildung.Plus betei­lig­ten Unter­neh­men teil.

    Zu Beginn nahm Frau Wol­ke aus der Per­so­nal­ab­tei­lung die Teil­neh­mer in Emp­fang und stell­te kurz die Fir­ma Rem­mers vor. Rem­mers wur­de 1949 von Bern­hard Rem­mers gegrün­det und ist noch heu­te ein unab­hän­gi­ges Fami­li­en­un­ter­neh­men. Das Unter­neh­men stellt bau­che­mi­sche Pro­duk­te, Holz­far­ben und ‑lacke sowie Indus­trie­lacke her und wirkt mit rund 1.500 Mit­ar­bei­tern an über 400 Pro­dukt­sys­te­men. Seit über 50 Jah­ren bil­det Rem­mers für den eige­nen Bedarf aus und erhielt schon meh­re­re Aus­zeich­nun­gen für die Aus­bil­dung.

    Im Anschluss prä­sen­tier­te der Bereichs­lei­ter der Trans­port­lo­gis­tik, Herr Korf­ha­ge, das Logis­tik­zen­trum, wel­ches eine Aus­gangs­men­ge von 72.000 Tonnen/ Jahr hat. Dies ent­spricht rund 8.000 Lkw à 24 Ton­nen, wobei noch 320.000 Pake­te im Jahr zu berück­sich­ti­gen sind.  Neben dem Zen­tral­la­ger in Lönin­gen gibt es noch zwei wei­te­re Regio­nal­lä­ger in Hei­del­berg und Rade­burg sowie Aus­lie­fe­rungs­lä­ger in Ros­tock, Dort­mund und Trois­dorf. Hin­zu kom­men 13 Fach­ver­tre­ter-Läger, vier Ser­vice-Cen­ter und 12 Abhol­lä­ger.

    Bei einem Betriebs­rund­gang im Logis­tik­zen­trum zeig­te Herr Korf­ha­ge den Teil­neh­mern das aus­ge­zeich­ne­te 24-Stun­den Kon­zept aus der Nähe. Wenn der Auf­trags­ein­gang bis 16 Uhr erfolgt, wird eine Zustel­lung deutsch­land­weit, egal aus wel­chem Lager, am nächs­ten Tag garan­tiert. Bei abseh­ba­ren Lauf­zeit­über­schrei­tun­gen garan­tiert Rem­mers eine pro­ak­ti­ve Infor­ma­ti­on des Kun­den, um dar­aus resul­tie­ren­de Fol­ge­schä­den zu mini­mie­ren. Im Ein­zel­fall über­nimmt Rem­mers berech­tig­te Aus­fall­kos­ten in Höhe von bis zu 5.000€ je Lie­fe­rung.

    Auf der Aus­sichts­platt­form im Lager­ge­bäu­de, in der Nähe der Ver­la­de­zo­ne, erläu­ter­te er im Anschluss die ver­schie­de­nen Lager­sys­te­me. So gibt es ein Schmal­gang-Lager, wel­ches zur Bevor­ra­tung und Auf­fül­lung des Breit­gang-Lagers genutzt wird. Im Breit­gang-Lager wer­den dann Auf­trä­ge mit Hil­fe des Wareh­ouse-Manage­ment-Sys­tem (WMS) dis­po­niert und ver­packt. Als drit­tes Sys­tem gibt es das Regal für Indi­vi­du­al­fer­ti­gung, in wel­chem die Son­der­tö­ne für spe­zi­el­le Kun­den­auf­trä­ge gela­gert wer­den.

    Der Rund­gang ende­te in der Paket­abwick­lung, in der alle Sen­dun­gen unter 50kg mit einem bei Rem­mers ent­wi­ckel­ten Steg­sys­tem inner­halb der Kar­tons effi­zi­ent ver­packt und ver­schickt wer­den. Herr Korf­ha­ge erläu­ter­te hier außer­dem, wie die Sen­dung über För­der­bän­der zu den ein­zel­nen Mit­ar­bei­tern gelangt und mit Hil­fe eines Scan­ner­sys­tems auf Voll­stän­dig­keit über­prüft wird.

    Durch die­ses Pra­xis­mo­dul gelang es dabei, bereits bestehen­den Kennt­nis­se aus dem theo­re­ti­schen Unter­richt der Berufs­schu­le mit einem prak­ti­schen Bei­spiel zu ver­bin­den und hat den Schü­lern die Pra­xis der Logis­tik durch­aus näher­ge­bracht. Ein beson­de­rer Dank gilt Frau Wol­ke und Herrn Korf­ha­ge für die­sen inter­es­san­ten Nach­mit­tag und deren Mühen in der Vor­be­rei­tung.