Infor­ma­ti­on zu Pfle­ge­be­ru­fen

    28.08.2018 — Die nie­der­säch­si­sche Lan­des­schul­be­hör­de lud Ver­tre­ter von Schu­len im Bereich der Alten­pfle­ge, Gesund­heits- und Kran­ken­pfle­ge sowie der Gesund­heits- und Kin­der­kran­ken­pfle­ge zu einer Infor­ma­ti­ons­ver­an­stal­tung an die BBS am Muse­ums­dorf ein.

    Dr. Dag Danz­glock (Nie­der­säch­si­sches Kul­tus­mi­nis­te­ri­um) und Dezer­nent Stu­di­en­di­rek­tor Erwin Schrö­der (Lan­des­schul­be­hör­de Osna­brück) erör­ter­ten mit den rund 60 Teil­neh­mern aus Ein­rich­tun­gen der Regi­on Fra­gen, die sich aus dem Gesetz zur Reform der Pfle­ge­be­ru­fe für die Aus­bil­dung erge­ben.

    Im Wesent­li­chen führt das neue Pfle­ge­be­ru­fe­re­form­ge­setz die bis­her getrennt gere­gel­ten Pfle­ge­aus­bil­dun­gen unter einem Dach zusam­men. Alle Aus­zu­bil­den­den erhal­ten nun über den Zeit­raum von zwei Jah­ren eine gemein­sa­me, gene­ra­lis­tisch aus­ge­rich­te­te Aus­bil­dung. In der prak­ti­schen Aus­bil­dung wäh­len sie dann einen Ver­tie­fungs­be­reich. Aus­zu­bil­den­de, die im drit­ten Aus­bil­dungs­jahr die gene­ra­lis­ti­sche Aus­bil­dung fort­set­zen, erwer­ben den Berufs­ab­schluss „Pfle­ge­fach­frau“ bzw. „Pfle­ge­fach­mann“.

    Zudem regelt das Gesetz erst­mals bestimm­te beruf­li­che Tätig­kei­ten, die dem Pfle­ge­be­ruf vor­be­hal­ten sind, also nur von ent­spre­chend aus­ge­bil­de­tem Per­so­nal aus­ge­führt wer­den dür­fen. Um den Pfle­ge­be­ruf attrak­ti­ver zu machen, sieht das Gesetz dar­über hin­aus den Anspruch auf eine ange­mes­se­ne Aus­bil­dungs­ver­gü­tung vor.

    Die neu­en Pfle­ge­aus­bil­dun­gen sol­len im Jahr 2020 begin­nen. Pfle­ge­schu­len und Aus­bil­dungs­ein­rich­tun­gen ste­hen also vor der Her­aus­for­de­rung, sich auf die neue Aus­bil­dung ein­zu­stel­len. Ent­spre­chend soll­te die ein­ein­halb­stün­di­ge Ver­an­stal­tung Klar­heit in den Pla­nungs­stand für die neue Aus­bil­dung brin­gen und Pla­nungs­si­cher­heit für die betei­lig­ten Schu­len erzeu­gen. Dar­über hin­aus wur­den auch Fra­gen der Ver­net­zung der Koope­ra­ti­ons­part­ner in der Regi­on erör­tert.