Euro­pa und der Bin­nen­markt

    22.05.2019 — An der BBS am Muse­ums­dorf Clop­pen­burg fand eine Vor­trags­ver­an­stal­tung zum The­ma “Euro­pa und sein Bin­nen­markt” statt. 135 Schü­ler und Schü­le­rin­nen der Berufs­schu­le nah­men dar­an teil. Als Refe­ren­ten hat­te die Schu­le Mela­nie Wil­ke (Per­so­nal­re­fe­ren­tin für Aus­bil­dung der Fir­ma Big Dut­ch­man) und Chris­ti­an Jan­ßen (Aus­bil­dungs­be­ra­ter der IHK Olden­burg) ein­ge­la­den.

    Jan­ßen infor­mier­te die Aus­zu­bil­den­den über die Ent­wick­lung der Euro­päi­schen Uni­on und die Vor­zü­ge des EU-Bin­nen­mark­tes. Er stell­te deut­lich her­aus, dass die euro­päi­schen Grund­frei­hei­ten (frei­er Waren‑, Kapi­tal- und Zah­lungs­ver­kehr, Per­so­nen- und Dienst­leis­tungs­frei­heit), kei­ne Selbst­ver­ständ­lich­kei­ten sei­en.

    Die beson­de­re Bedeu­tung die­ser Grund­frei­hei­ten für Unter­neh­men ver­deut­lich­te Mela­nie Wil­ke am Bei­spiel des Ver­sands einer Abruf­füt­te­rungs­sta­ti­on nach Hol­land und nach Chi­na. Hier­bei wur­de den Schü­le­rin­nen und Schü­lern anschau­lich ver­mit­telt, dass der Han­del mit dem Aus­land deut­lich kom­pli­zier­ter ist, als der Han­del im EU-Bin­nen­land. Grün­de hier­für sind u.a. spe­zi­el­le Export- und Import­be­stim­mung oder Fremd­wäh­rungs­schwan­kun­gen, die im EU-Bin­nen­markt nicht bestehen.

    Bezo­gen auf Euro­pa, so Wil­ke, stel­le die unge­wis­se Ent­wick­lung beim Bre­x­it eine Pla­nungs­un­si­cher­heit für euro­päi­sche Unter­neh­men dar. Unklar sei, wann der Bre­x­it voll­zo­gen wür­de und wel­che Han­dels­kon­di­tio­nen dann gül­tig wären. Abschlie­ßend for­der­ten alle Refe­ren­ten die Schü­le­rin­nen und Schü­ler auf, am Sonn­tag zur Euro­pa­wahl zu gehen und sich für Euro­pa aus­zu­spre­chen, damit ein ver­ei­nig­tes Euro­pa mit all sei­nen Vor­zü­gen wei­ter­hin Bestand hat.

    Bild­un­ter­schrift: Tat­ja­na Flat­ken (BBS), Chris­ti­an Jan­ßen (IHK), Mela­nie Wil­ke (Big Dut­ch­mann)