Erzieher (m,w,d) machen Praktikum in Dänemark

Lukas Bernhardt, Anna Berens, Jana Horstmann und Michelle Tellmann.
16.05.2019 — Um interkulturelle Kompetenzen zu fördern und Schüler fit für den europäischen Arbeitsmarkt zu machen, entsandte die BBS am Museumsdorf bereits zum zweiten Mal vier angehende Erzieherinnen nach Dänemark.

Acht Wochen arbeiteten Anna Berens, Lukas Bernhardt, Jana Horstmann und Michelle Tellmann in verschiedenen Kindergärten und -krippen im süddänischen Sonderborg. Vielseitige sozialpädagogische Praxisaufgaben von Seiten der Schule und auch Erwartungen der Praxiseinrichtungen hatten die vier Schülerinnen und Schüler zu erfüllen. Beobachtungsaufgaben, Lernangeboten und die Mitarbeit im Team in einer mehrsprachigen Einrichtung im Ausland sind nur einige Tätigkeiten, die die Schülerinnen und Schüler zu bewältigen hatten.

Auch die aufnehmenden Kindergärten und –krippen freuten über die tatkräftige Mitarbeit der deutschen Schüler. Denn die Förderung von Mehrsprachigkeit hat in dänischen Kindergärten einen sehr hohen Stellenwert. Das Prinzip „Zwei Sprachen und zwei Kulturen“ ist in den Leitgedanken der Einrichtungen verankert. Mehrsprachigkeit wird als Chance gesehen und bereits in Kinderkrippen und -gärten gefördert.

Dass Kleinstkinder bereits im Krippenalter mit der deutschen Sprache vertraut gemacht werden und im Erlernen einer Zweitsprache gefördert werden, ist für die Schülerinnen und Schüler eine ganz neue Erfahrung, die sie auch in ihrer späteren sozialpädagogischen Praxistätigkeit in Deutschland einbinden können.

Insgesamt beeindruckte die Schülerinnen und Schüler die Offenheit, mit der sie auch ihre eigenen Konzepte, v.a. im Bereich der Sprachförderung, erproben konnten. Sie fühlten sich eher als gleichwertige Mitarbeiterinnen und weniger als Praktikantinnen behandelt.

„Vieles ist in dänischen Einrichtungen doch so anders, obwohl sie nur wenige Kilometer von der deutschen Grenze entfernt liegen“, ist eine Erfahrung die die Schülerinnen und Schüler nach ihrem Aufenthalt zurück meldeten.

Um interkulturelle Kompetenzen zu fördern und Schüler fit für den europäischen Arbeitsmarkt zu machen, ist die Zusammenarbeit mit ausländischen Praxiseinrichtungen ein wertvoller und zukunftsweisende Angebot für die angehenden Pädagoginnen und Pädagogen. Deshalb solle die Kooperation auch in der Zukunft weitergeführt und ausgebaut werden.

Als „Europaschule in Niedersachsen“ und Mitglied im „Bündnis für Europa“ entsendet die BBS am Museumsdorf jährlich 25 bis 30 zumeist kaufmännische Auszubildende in Betriebe, Krankenhäuser oder Kindergärten im europäischen Ausland; vier bis acht sogar nach Südafrika.

Zukünftig sollen die Kooperationen mit Einrichtungen nicht-kaufmännischer Art ausgebaut werden, wie mit dem dänischen Kindergarten. Finanziert wurde der Austausch durch das europäische Bildungsprogramm „Erasmus+“.