Englischkurs in London

Christina Behlau und Hanna Scheper, beide Auszubildende zur Steuerfachangestellten im Zentrum Londons. Mit von der Partie in London waren auch die angehenden Industriekaufleute Julian Karnbrock, Patrick Middendorf, Christina Otten und Gottfried Weßjohann
21.11.2011 — Einen Intensivkurs in London mit dem Thema „Doing Business in the English Speaking World” absolvierten in diesem Herbst sechs Auszubildende von der BBS am Museumsdorf. Dietmar de Vries von der BBS hatte diese Fortbildung wie in den vorangegangen vier Jahren organisiert und freute sich über die strahlenden Gesichter, als alle wieder gesund und munter zurückkehrten.

Als die Fortbildung Anfang Oktober startete, berichtet Christina Behlau, hätte das Reisefieber sie und ihre Freundin Hanna Scheper schon drei Tage früher nach London gezogen. Über das Internet hatten beide ein Zimmer in einem preiswerten Hostel im Zentrum gebucht. „Nach dem Flug in die Metropole in der Nacht vom Donnerstag auf den Freitag haben wir dort um 1 Uhr nachts eingecheckt“, so Christina. „Stark, dass es solche Unterbringungsmöglichkeiten mit dem Preisniveau einer Jugendherberge in zentraler Lage gibt“, meinten die beiden Auszubildenden.

„Noch besser war allerdings das Wetter“, so Christina und Hanna. Der erwartete Nebel und Regen hätten sich nicht eingestellt. Ganz im Gegenteil. Eine Woche mit bis zu 26 Grad habe schon zu Beginn der Reise zu kreativen Lösungen gezwungen. So habe sich Hanna kurzerhand die Hose abgeschnitten. Es sei einfach zu heiß gewesen, so Christina.

Nach ausführlichem Shopping und Sightseeing stellten sich Christina und die anderen Auszubildenden aus Cloppenburg dann am Sonntagmorgen bei den jeweiligen Gasteltern vor. Christina zeigte sich vollauf zufrieden mit der Unterbringung in ihrer Gastfamilie. Das Ehepaar im Alter von etwa 50 Jahren habe sich super um sie gekümmert. Nach den langen Tagen im Collage und gemeinsamen Ausflügen mit der Fortbildungsgruppe zu den „Docklands“, der „London Metal Exchange“ oder den „Law Courts“ sei sie erst zum Abendessen wieder in die Gastfamilie gekommen. Diese Gelegenheit hätten ihre Gastgeber zu ausführlichen Gesprächen mit ihr genutzt. „Mein Englisch hat in diesen wenigen Wochen einen enormen Sprung nach vorne gemacht“, sagt sie ganz selbstbewusst. Ein Auslandsaufenthalt allein reiche eben nicht aus, um sich sprachlich wirklich weiter zu entwickeln, meint Christina. Die Kombination von Sprachkurs und Unterbringung in einer Familie habe ihr und den anderen 17 Kursteilnehmern aus ganz Deutschland wirklich gut getan.

Drei Wochen lang ging es in dem Kurs um verschiedene typische Geschäftssituationen rund um die englische Sprache. Dabei wurden die Sprachfertigkeiten beim Telefonieren und dem Verfassen von Geschäftsbriefen besonders geschult. Außerdem mussten Termine koordiniert sowie Verhandlungen in der Fremdsprache geführt werden. Der Intensivkurs endete mit der Präsentation einer in Englisch verfassten Projektarbeit und einer mündlichen und schriftlichen Abschlussprüfung. Auf diese Weise war der Erwerb folgender Zertifikate möglich: Europass Mobilität, ECBM College Certificate, German-British Chamber Certificate, BTEC Professional Development Certificate, Kauffrau-/mann International (AHK) – Schwerpunkt Vereinigtes Königreich.

„Bei Antritt der Rückreise waren wir richtig abgebrannt“, schmunzeln Christina und Hanna heute mit Blick auf ihre Reisekasse. Die günstige Hotelunterkunft zum Reisebeginn könne eben nicht darüber hinweg täuschen, dass London ein so richtig teures Pflaster sei. Gott sei Dank habe die Schule Fördergelder aus dem EU-Förderprogramm Leonardo-da-Vinci vermittelt. Der Dank der Auszubildenden gilt auch den Ausbildungsbetrieben, die ihre Zöglinge für diese Fortbildung freistellten.