Dem Kli­ma­wan­del auf der Spur

    22.09.2019 — Schü­ler der BBS am Muse­ums­dorf mes­sen regio­na­le Kli­ma­da­ten. Das Schlag­wort „Kli­ma­wan­del“ erhitzt die Gemü­ter. Einen wis­sen­schaft­li­chen Zugang zum The­ma Kli­ma und Wet­ter fin­den der­zeit die Schü­ler des Beruf­li­chen Gym­na­si­ums Agrar­wirt­schaft der BBS am Muse­ums­dorf. An der schul­ei­ge­nen Kli­ma­sta­ti­on mes­sen sie regel­mä­ßig Kli­ma- und Wet­ter­da­ten und wer­ten die­se aus.

    An den fünf Schul­ta­gen in der Woche erhe­ben die Schü­ler kli­mare­le­van­te Daten wie die aktu­el­le Tem­pe­ra­tur, die Mini­mal- und Maxi­mal­wer­te der ver­gan­ge­nen 24 Stun­den, Boden­tem­pe­ra­tu­ren, Luft­feuch­te, Luft­druck sowie den Nitrat­ge­halt im Regen­was­ser. Par­al­lel dazu mes­sen alle Schü­ler des Beruf­li­chen Gym­na­si­ums auch an ihrem Wohn­ort mög­lichst vie­le der genann­ten Kli­ma- und Wet­ter­da­ten. Die Mes­sun­gen füh­ren sie das gan­ze Schul­jahr über durch. Sie ver­glei­chen die Mess­wer­te mit­ein­an­der, wer­ten sie am Schul­jah­res­en­de aus und archi­vie­ren sie. Auf die­se Wei­se soll die Wet­ter­ent­wick­lung in den kom­men­den Jahr­zehn­ten in Clop­pen­burg beob­ach­tet und regio­na­le Unter­schie­de zu den Hei­mat­or­ten der Schü­ler erkannt wer­den.

    Kaum ein Wirt­schafts­zweig ist der­art von Wet­ter und Kli­ma abhän­gig wie die Land­wirt­schaft, erklärt die betreu­en­de Lehr­kraft Dr. Jean­net­te Bog­uhn die Bedeu­tung des The­mas für die Schü­ler im Bereich der Agrar­wirt­schaft. Knapp 80 Pro­zent der Schwan­kun­gen der Ern­te­er­trä­ge in Deutsch­land könn­ten mit dem Wet­ter erklärt wer­den. Land- und fort­wirt­schaft­li­che Kul­tu­ren bede­cken rund vier Fünf­tel der Land­ober­flä­che Deutsch­lands. Die­se sei­en aber nicht nur für die Bewirt­schaf­ter von gro­ßer Bedeu­tung, son­dern für die gesam­te Gesell­schaft. Im Unter­richt gehe es des­halb dar­um, zu einer sach­li­chen Aus­ein­an­der­set­zung mit dem The­ma Kli­ma zu fin­den, so Bog­uhn.