Aufbau internationaler Kontakte

1 • Diedrich Ahlfeld vor der Comenius Wandtafel. Im Rahmen der europaweiten COMENIUS-Woche vom 24.- 30.11.2001, wird im Eingangsbereich der BBS am Museumsdorf eine Wandtafel mit dem Hinweis auf diese Schule als COMENIUS-Schule angebracht. — 2 • Auf dem Weg zum Abschlusstreffen des Comenius-Projektes in Zwolle (Holland) machen die norwegischen Schüler und Lehrer von der Insel Askoy Halt in Cloppenburg. Nach einem Mittagessen in der Großküche der BBSaM geht es dann gemeinsam mit der Cloppenburger Gruppe (Berufsfachsschulen Sozialpflege und Sozialassistenten) weiter nach Zwolle. — 3 • Diese Schüler der Zweijährigen Berufsfachschule Wirtschaft reisen im Januar 2009 mit „Comenius“ nach Lillehammer. — 4 • Anke Autzen
30.11.2001 — Ende der 1990er Jahre rückt das Thema Auslandskontakte in den Fokus der Schule. Im September 1998 reist eine vierköpfige Delegation (Schulleiter Hans Ständer-Südkamp, Anke Autzen, Annette Bullermann, Barbara Hippe) nach Askoy in die Nähe von Bergen und besucht dort die Videregaende Scole. Damit beginnt eine Internationalisierung, die später an der Schule weiterwachsen sollte.

Doch wie kam es dazu? Alle Dinge, die über den regulären Unterricht hinausgehen, entwickeln sich meist über das Engagement einzelner Lehrer. So auch in diesem Fall. Englischlehrerin Anke Autzen ist seit 1996 an der BBS und hat Freunde in Norwegen. Live Skipenes aus Askoy ist ebenfalls Lehrerin für Deutsch in Norwegen und aus dem privaten Kontakt wird innerhalb kurzer Zeit eine Schulpartnerschaft.

Nach der erfolgreichen Kontaktaufnahme durch die Delegation der Lehrer wird nun eine Klasse für diese Partnerschaft gesucht. Die Wahl fällt dabei auf die BFV 2-2, eine Klasse der Berufsfachschule Sozialpflege. Die ersten Kontakte laufen schnell über das Internet per E-Mail. Schon das Weihnachtsfest findet auf diese Weise für die jungen Frauen aus der Sozialpflegeklasse unter norwegischem Einfluss statt. So wird der Weihnachtsbaum an der Schule nach Empfehlungen aus Askoy mit kleinen norwegischen Flaggen geschmückt.

Der besondere erzieherische Wert dieses Auslandskontaktes macht sich schnell in der Klasse bemerkbar. Der Unterricht im Fach Englisch bekommt für viele einen neuen Sinn, denn Arbeitssprache in dieser Partnerschaft ist Englisch. Außerdem führt das Interesse an der noch fremden Kultur zu spannenden Vergleichen zwischen der eigenen und der norwegischen Lebensart.

In der kommenden Zeit geht es aus schulischer Seite nun darum, weitere Länder in diese Partnerschaft einzubinden und damit europäische Fördermittel über das Bildungsprogramm Comenius zu bekommen. Auf diese Weise entsteht das europäische Bildungsprojekt. Mit im Boot sind dabei Norwegen, Dänemark und die Niederlande.

Das auf drei Jahre angelegte Projekt findet in jedem Jahr unter einem anderen Schwerpunktthema statt. Das erste Thema lautet „Behinderte in unserer Gesellschaft“. Hier lernen die Cloppenburger in Norwegen schon früh die sogenannte Inklusion kennen, denn in Askoy werden Kinder mit und ohne Behinderungen gemeinsam unterrichtet.