22.01.2025 – Die Berufsbildenden Schulen am Museumsdorf Cloppenburg und die Universität Vechta luden gemeinsam zum „Digital Transformation Day“ ein. Unter dem Titel „Digitalisierung, Nachhaltigkeit, Zukunftskompetenzen – welche Impulse benötigt die berufliche Bildung in der Region?“ diskutierten rund 60 Gäste über die Chancen und Herausforderungen der digitalen Transformation.
Bildung als Schlüssel zur Zukunft
Günter Lübke, Schulleiter der BBS am Museumsdorf, eröffnete die Veranstaltung mit Vertretern aus der Politik, Verbänden und Unternehmen mit einer klaren Botschaft: „Bildung ist der Schlüssel.“ An den BBS würden nicht nur Fachkräfte ausgebildet, sondern es würden auch Schlüsselkompetenzen zur Digitalisierung, Nachhaltigkeit oder zur Demokratiebildung vermittelt. Gemeinsam mit den Partnern aus der Region könne man diese Berufsbildung gestalten. Petra Nienaber, Leiterin des Amts für Schule, Kultur und ÖPNV des Landkreises Cloppenburg, hob die Rolle des Landkreises hervor, der durch Projekte wie den innovativen MakerSpace der BBS am Museumsdorf modernste Lernumgebungen bereitstelle. Der MakerSpace bietet Schülerinnen und Schülern Zugang zu Technologien wie 3D-Druckern, VR-Brillen und Lasercuttern. Hier erwerben sie praxisorientiert Digitalkompetenzen, die essenziell für die Arbeitswelt von morgen sind.
Impulse für die Region
Dr. Arne Ortland von der Universität Vechta erläuterte das EU-Projekt „Digital Transformation Hub of Rural Europe“ (DigiTrans Hub), das eine Plattform für ländliche Digitalpioniere bietet. Diese unterstützt Nutzerinnen und Nutzer mit Lernangeboten und vernetzt Akteurinnen und Akteure, Unternehmen und Projekte. Die Gäste konnten die Plattform während der Veranstaltung interaktiv an Tablets erkunden.
Digitalkompetenzen und Partnerschaften stärken
Folker Arndt, stellvertretender Schulleiter, präsentierte den Impuls der BBS am Museumsdorf, Digitalkompetenzen noch stärker in der beruflichen Bildung der Region zu verankern. Dafür stellte er die Planungen vor, an der Außenstelle in Löningen u.a. eine innovative Zusatzqualifikation zum K.I.-Manager zu etablieren. Ziel dieser Qualifikation soll es sein, die Potentiale künstlicher Intelligenz für kaufmännische Berufe auch über die Ausbildung hinaus für die Fachkräfte in den Unternehmen nutzbar zu machen. Dieses Vorhaben, welches in Kooperation mit der Universität Vechta und weiteren Universitäten umgesetzt werden soll, stieß auf großes Interesse und eine rege Diskussion, die den Bedarf regionaler Unternehmen widerspiegelte.
Anschließend erläuterte Dr. Christoph Merschhemke die Online-Plattform „KURSZukunft“. Hier können in einer virtuellen Umgebung projektbasierte Kooperationen beispielsweise zwischen Schulen und Unternehmen digital erfolgen.
Zwischen den Vorträgen hatten die Gäste Gelegenheit, sich an Ständen über etablierte Projekte zur Digitalisierung und Nachhaltigkeit zu informieren und sich bei Fingerfood und Getränken auszutauschen. Besonders aufmerksam wurden die in Kooperation mit der BBS Wechloy gezeigten VR-Brillen im innovativen MakerSpace ausprobiert.
Dialog für eine nachhaltige Zukunft
Zum Abschluss regten Prof.in Dr.in Jantje Halberstadt und Prof.in Dr.in Lina Franken von der Universität Vechta einen offenen Dialog an. Die Diskussion zeigte, dass es noch viele Handlungsbedarfe gibt, der Digital Transformation Day jedoch einen wichtigen Schritt für die Zukunft der beruflichen Bildung in der Region darstellt.
Folker Arndt resümierte im Anschluss, dass diese Veranstaltung das Engagement der BBS am Museumsdorf unterstreicht, „Bildung innovativ und nachhaltig zu gestalten, um in der Region die Chancen der digitalen und globalisierten Welt erfolgreich zu nutzen.“
Bild 1: Dr. Arne Ortland (Universität Vechta) führt rund 60 Gäste durch den Digital Transformation Day.
Bild 2: Teilnehmer erkunden den MakerSpace der BBS am Museumsdorf.
Bild 3: Teilnehmer tauschen sich an Messeständen über Projekte der Digitalisierung in der beruflichen Bildung der Region aus.
[Fotograf: Friedrich Schmidt/Universität Vechta]






