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Persönlich wachsen und Kulturen intensiv erleben: BBS-Auszubildende setzen auf Auslandspraktika zu zweit

15.03.2025 – Ein Auslandspraktikum im kleinen Rahmen – maximal zu zweit – fördert die persönliche Entwicklung und kulturelle Offenheit der Auszubildenden. Das ist die klare Botschaft der Industriekaufleute der BBS am Museumsdorf, die mit Erasmus+ im europäischen Ausland waren.

Schüler*innen der BBS am Museumsdorf, die von der Schule unterstützt ein Auslandspraktikum absolvieren, nehmen vor und nach dem Auslandaufenthalt an einem interkulturellen Workshop teil. Bei einem dieser Nachbereitungstreffen reflektierten die Teilnehmenden in einem Interview ihre Erfahrungen und gaben wertvolle Empfehlungen. Besonders hervorgehoben wurde die Qualität von Praktika, die im kleinen Rahmen, zu zweit oder auch alleine, stattfinden. Große Gruppen wie bei Klassenfahrten seien weniger geeignet, um das Beste aus einer Auslandszeit herauszuholen. „Es ist einfach intensiver und man kann sich viel besser auf das Land und die Kultur einlassen“, resümierten die Schüler*innen.

Die Auslandspraktika der interviewten Schüler*innen fanden in verschiedenen europäischen Ländern wie Spanien, Dänemark, Irland und Polen statt. Alle Teilnehmer*innen dieses Durchgangs waren kaufmännische Auszubildende und organisierten ihre Praktika überwiegend selbst. Zum Teil wurden sie in Tochterfirmen oder bei Partnern ihrer Ausbildungsunternehmen durchgeführt. Unterstützt wurden sie dabei von Dietmar de Vries, dem Verantwortlichen für Erasmus+ an den BBS am Museumsdorf.

Ein zentrales Thema der Diskussion war die Gruppengröße bei Auslandspraktika. Die einheitliche Meinung der Teilnehmenden: Kleine Gruppen, am besten zu zweit oder alleine, bieten die intensivsten Erfahrungen. Niklas, der sein Praktikum alleine in Tschechien absolvierte, meinte, dass es angenehm gewesen wäre, einen Reisepartner, vor allem für den Austausch und die Wochenendplanung, gehabt zu haben. Auch diejenigen, die zu zweit reisten, sahen darin große Vorteile. Nele, die gemeinsam mit Felix in Dänemark war, betonte: „Ich hätte das Praktikum auch alleine gemacht, aber ich war froh, dass Felix dabei war.“ Sie erklärte, dass sie alleine vermutlich weniger unternommen hätte. Die anderen Auszubildenden betonten zudem die Vorteile einer gemeinsamen Planung und Organisation sowie eines höheren Sicherheitsgefühls.

Die Auszubildenden berichteten weiter, dass große Gruppen, wie man sie von Klassenfahrten kennt, ein Hindernis für intensive Auslandserfahrungen sein können. „Ich glaube, dann würde man sich nicht so auf die Kultur von dem Land einlassen“, zweifelte Nele den Erfolg einer derartigen Maßnahme an. Philipp bekräftigte sie in dieser Annahme. Man würde zwar sicherlich auch viel Spaß haben, aber in einer größeren Gruppe eher unter sich bleiben. Alexandra, die in Irland eine Business School besuchte, bestätigte diese Meinung. In großen Gruppen neigten die Teilnehmer dazu, sich abzugrenzen. „Das ist ein Nachteil für die Gruppe selbst, um Kontakte zu knüpfen. Zu zweit waren wir viel offener.“ 

Abschließend betonten die Teilnehmenden die persönlichen und beruflichen Vorteile eines Auslandspraktikums. Sie nahmen nicht nur kulturelle Unterschiede wahr und lernten Arbeitskolleg*innen in anderen Ländern kennen, sondern ihre persönlichen Einstellungen änderten sich. „Ich habe gelernt offener zu sein und im Hier-Und-Jetzt zu leben. Und spontaner zu sein, mehr aus sich rauszukommen, sich mehr zu trauen, mutiger zu sein“ so Melissa, die ihr Praktikum in Spanien durchführte. Die jungen Berufstätigen waren sich einig, dass sie Auslandserfahrungen wie diese nachfolgenden Generationen unbedingt empfehlen würden.

Die BBS am Museumsdorf sehen sich durch die positiven Rückmeldungen bestärkt, weiterhin auf kleine Gruppen zu setzen, um die beste Lernerfahrung für ihre Schüler*innen zu ermöglichen. „Wir sind überzeugt, dass wir durch diese Art der Auslandspraktika unseren Schülern und Schülerinnen die ideale Mischung aus Selbstständigkeit und Sicherheit bieten. Die Persönlichkeitsentwicklung unserer Lernenden möchten wir insbesondere über individuelle Erfahrungen und Erlebnisse im Ausland befördern. Nur wer eigenständig eine Situation meistert oder ein Problem löst, wächst auch daran.,“ fasste Dietmar de Vries zusammen.

Bild: (von links nach rechts): Marc Logemann (Niederlande), Philipp Beckmann (Polen), Niklas Dunkel (Tschechien), Alexandra Neiwert (Irland), Nele Heimbrock (Dänemark), Melissa Budde (Spanien), Felix Peek (Dänemark) 

Berufsbildende Schulen am Museumsdorf Cloppenburg
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