Berufliches Gymnasium Gesundheit und Soziales – Schwerpunkt Agrarwirtschaft

Berufliches Gymnasium Gesundheit und Soziales – Schwerpunkt Agrarwirtschaft


Berufsbild und Zweck dieses Schulangebots

Das Berufliche Gymnasium Gesundheit und Soziales – Schwerpunkt Agrarwirtschaft vermittelt seinen Schülern eine allgemeine Grundbildung durch Unterricht in den allgemein bildenden Fächern und ermöglicht eine berufsbezogene Schwerpunktbildung durch die Vermittlung von Kenntnissen in Agrar- und Umwelttechnologie, Betriebs- und Volkswirtschaft sowie Informationsverarbeitung. Es führt zur allgemeinen Hochschulreife und erleichtert den Zugang zu Berufen in den Dienstleistungsbereichen der Umwelttechnologie und Agrarwirtschaft sowie in weiteren naturwissenschaftlich bzw. betriebswirtschaftlich ausgerichteten Sparten.
Aufnahmevoraussetzungen

Aufnahmevoraussetzung ist der Erweiterte Sekundarabschluss I. Dieser kann erworben werden
► an Realschulen oder
► in Klasse 10 der Hauptschulen oder
► in Schulformen der berufsbildenden Schulen
► Bei Schülern des allgemein bildenden Gymnasiums: Versetzung von Klasse 10 in Klasse 11

Dauer

Die dreijährige Ausbildung im Beruflichen Gymnasium gliedert sich grundsätzlich in
► Einführungsphase: 11. Schuljahrgang
► Qualifikationsphase: 12. und 13. Schuljahrgang

Einführungs- und Qualifikationsphase

In der Einführungsphase wird mit wenigen Ausnahmen im Klassenverband unterrichtet. In der Qualifikationsphase stehen die vier Schulhalbjahre in jedem Fach jeweils unter einem bestimmten Thema. Der Klassenverband ist zum überwiegenden Teil aufgelöst. Jeder Schüler wählt fünf Prüfungsfächer. Im ersten bis dritten Prüfungsfach wird der Unterricht auf erhöhtem Anforderungsniveau, in allen anderen Fächern auf grundlegendem Niveau erteilt.

Unterrichtsfächer

Kernfächer

— Deutsch/Kommunikation
— Englisch/Kommunikation
— Sport
— Mathematik
— Spanisch**

Ergänzungsfächer

— Geschichte*
— Politik*
— Religion
— Chemie oder Biologie
— Sport

Profilfächer

— Agrar- und Umwelttechnologie
— Betriebs- und Volkswirtschaft (BVW)
— Informationsverarbeitung (IV)
— Praxis

Hinweise

* jeweils ein Halbjahr — ** Hinweise zur weiteren Fremdsprache Spanisch:

1. Wer mindestens vier Jahre durchgängig bis einschließlich Klasse 10 am Unterricht in einer zweiten Fremdsprache teilgenommen hat, muss im Beruflichen Gymnasium keine weitere Fremdsprache belegen. Er hat seine Auflagen erfüllt und setzt Englisch fort, kann sich jedoch zusätzlich für die Teilnahme am Spanischunterricht entscheiden.

2. Wer in der vorhergehenden Schule nicht in einer zweiten Fremdsprache unterrichtet wurde, muss bis einschließlich Klasse 13 am Spanischunterricht teilnehmen.

Prüfungsfächer

Mögliche Kombinationen der Prüfungsfächer im Beruflichen Gymnasium Gesundheit und Soziales – Schwerpunkt Agrarwirtschaft:

Die schriftliche Abiturprüfung (Zentralabitur) umfasst das erste bis vierte Prüfungsfach. Im fünften Prüfungsfach wird eine mündliche Prüfung abgelegt.

Schulabschluss

Mit dem Bestehen der Abiturprüfung erhält der Schüler die ALLGEMEINE HOCHSCHULREIFE und damit die Berechtigung zum Studium an Hochschulen und Universitäten in allen Fakultäten. Beim vorzeitigen Verlassen des Beruflichen Gymnasiums kann durch Nachweis bestimmter Leistungen der schulische Teil der Fachhochschulreife zuerkannt werden. In Verbindung mit einem mindestens einjährigen Praktikum, einer erfolgreich abgeschlossenen Berufsausbildung, dem Ableisten eines ökologischen oder sozialen Jahres, des Bundesfreiwilligendienstes oder des Militärdienstes erfolgt die Zuerkennung der Fachhochschulreife.