Berufs­ein­stiegs­klas­se Wirt­schaft

Berufs­ein­stiegs­klas­se Wirt­schaft


Berufs­bild und Zweck die­ses Schul­an­ge­bots

Nach der Schu­le geht es wei­ter mit dem Berufs­le­ben. Die­ser Schritt aus dem Schul­all­tag in die Arbeits­welt ist für man­che Schü­ler und Schü­le­rin­nen zu groß und die Erwar­tun­gen der Aus­bil­dungs­be­trie­be kön­nen nur schwer erfüllt wer­den. Neben den all­ge­mei­nen Arbeitstu­gen­den wie Genau­ig­keit, Pünkt­lich­keit und Zuver­läs­sig­keit hapert es oft in den Fächern Deutsch, Mathe­ma­tik und Eng­lisch.

In der Berufs­ein­stiegs­klas­se küm­mert sich die Schu­le um die Ver­bes­se­rung die­ser Grund­la­gen für ein kom­men­de Aus­bil­dung. Der Haupt­schul­ab­schluss – sofern noch nicht vor­han­den – kann hier nach­ge­holt wer­den. Ein bereits vor­han­de­ner Haupt­schul­ab­schluss kann außer­dem ver­bes­sert wer­den.

Die Schul­klas­se arbei­tet regel­mä­ßig in dem im eige­nen Klas­sen­raum ein­ge­rich­te­ten Schü­le­r­im­biss. Neben der Her­stel­lung von Snacks und hei­ßen Geträn­ken geht es auch um die Abrech­nung der erziel­ten Ein­nah­men und die wirt­schaft­li­che Kon­trol­le. Dadurch stel­len sich alle Schü­ler und Schü­le­rin­nen regel­mä­ßig auf einen immer wie­der­keh­ren­den Arbeits­ab­lauf und das künf­ti­ge Berufs­le­ben ein.

Dau­er

Die Aus­bil­dung dau­ert ein Jahr. Sie beginnt jeweils mit dem neu­en Schul­jahr nach den Som­mer­fe­ri­en.

Beson­der­hei­ten

Durch betrieb­li­che Pra­xis­zei­ten im Rah­men eines Prak­ti­kums wird die Ori­en­tie­rung auf einen bestimm­ten Berufs­be­reich ermög­licht. Die Jugend­li­chen wer­den durch inhalt­lich und zeit­lich abge­grenz­te Lern­ein­hei­ten (Qua­li­fi­zie­rungs­bau­stei­ne) im Rah­men des berufs­qua­li­fi­zie­ren­den Unter­richts auf eine Tätig­keit in Wirt­schaft und Ver­wal­tung vor­be­rei­tet.

Die Aus­stat­tung unse­rer Schu­le bie­tet u. a. eine Aus­bil­dung an PC-Ein­zel­plät­zen mit Stan­dard-Soft­ware, Anschluss an das Inter­net sowie eine pra­xis­na­he Tätig­keit in einem Schü­ler­shop oder in einem Schü­ler­ca­fé. Im Rah­men des berufs­be­zo­ge­nen Lern­be­reichs fin­det ein schul­be­glei­ten­des Prak­ti­kum im Umfang von min­des­tens 160 Zeit­stun­den statt.

Auf­nah­me­vor­aus­set­zun­gen

In die BEW wer­den Schü­le­rin­nen und Schü­ler auf­ge­nom­men, die eine Abschluss­klas­se des Sekun­dar­be­rei­ches I einer all­ge­mein bil­den­den Schu­le ohne Haupt­schul­ab­schluss ver­las­sen haben. Dar­über hin­aus kön­nen Schü­le­rin­nen und Schü­ler mit Haupt­schul­ab­schluss auf­ge­nom­men wer­den, wenn auf­grund der Schul­lauf­bahn­pro­gno­se nicht zu erwar­ten ist, dass das Aus­bil­dungs­ziel der Berufs­fach­schu­le Wirt­schaft erreicht wer­den wird und sie in den Fächern Mathe­ma­tik, Deutsch und Eng­lisch durch­schnitt­li­che Leis­tun­gen schlech­ter als 3,5 nach­ge­wie­sen haben.

Aus­bil­dungs­in­hal­te

Der Unter­richt im berufs­be­zo­ge­nen Lern­be­reich wird, unter Ein­be­zie­hung der Theo­rie- und der Fach­pra­xis­stun­den, aus­schließ­lich in Form von „Qua­li­fi­zie­rungs­bau­stei­nen“ gestal­tet. Die in den Qua­li­fi­zie­rungs­bau­stei­nen ver­mit­tel­ten Kom­pe­ten­zen sind aus dem Aus­bil­dungs­rah­men­plan des 1. Aus­bil­dungs­jah­res des Aus­bil­dungs­be­ru­fes Ver­käu­fer bzw. Kauf­mann im Ein­zel­han­del ent­wi­ckelt wor­den. Sie sol­len die Schü­le­rin­nen und Schü­ler dazu befä­hi­gen, klei­ne über­schau­ba­re Arbeits­pro­zes­se selbst­stän­dig aus­füh­ren zu kön­nen, die Bestand­teil einer Gesamt­aus­bil­dung im Ein­zel­han­del sind. Jeder Qua­li­fi­zie­rungs­bau­stein wird mit einer Note abge­schlos­sen. Die­se wird auf dem Zeug­nis aus­ge­wie­sen. Die erwor­be­nen Kom­pe­ten­zen wer­den in einer Extra­be­schei­ni­gung beschrie­ben.

Schul­ab­schluss

Auf dem Zeug­nis ste­hen die Durch­schnitts­no­ten (gerun­det, ohne Stel­len nach dem Kom­ma) des all­ge­mein­bil­den­den und berufs­be­zo­ge­nen Lern­be­reichs. Der Durch­schnitt wird unter Berück­sich­ti­gung der Stun­den­an­tei­le berech­net. Unter der Gesamt­no­te für einen Lern­be­reich ste­hen außer­dem die zuge­hö­ri­gen Ein­zel­no­ten aus den Unter­richts­fä­chern bzw. Lern­fel­dern.

Der Abschluss ist erfolg­reich, wenn die bei­den Lern­be­rei­che min­des­tens mit der Note 4 “aus­rei­chend” abge­schlos­sen wer­den. Dabei dür­fen bei den ein­zel­nen Noten in den Unter­richts­fä­chern und Lern­fel­dern maxi­mal zwei Noten 5 „man­gel­haft“ oder nicht mehr als eine Note 6 „unge­nü­gend“ sein.

Mit dem erfolg­rei­chen Besuch erwer­ben die Schü­ler den Haupt­schul­ab­schluss.