Berufs­schu­le Haus­wirt­schaf­ter/-in

Berufs­schu­le Haus­wirt­schaf­ter/-in


Das Berufs­bild

Vor dem Hin­ter­grund des demo­gra­fi­schen Wan­dels gewinnt die haus­wirt­schaft­li­che Ver­sor­gung und Betreu­ung von Men­schen in der moder­nen Dienst­leis­tungs­ge­sell­schaft zuneh­mend an Bedeu­tung. Wer Haus­wirt­schaft als Beruf wählt, erschließt sich damit viel­fäl­ti­ge Arbeits­mög­lich­kei­ten in Groß­haus­hal­ten, Tagungs­stät­ten, Gas­tro­no­mie, ambu­lan­ten Diens­ten, Fami­li­en­haus­hal­ten, Dienst­leis­tungs­zen­tren und
land­wirt­schaft­li­chen Betrie­ben.

Dau­er

Die Aus­bil­dungs­dau­er beträgt in der Regel 3 Jah­re.

Beson­der­hei­ten

Die Aus­bil­dung unter­glie­dert sich in die Grund- und Fach­stu­fe. Sie fin­det in aner­kann­ten Betrie­ben und in der Berufs­schu­le statt (dua­les Sys­tem). Der erfolg­rei­che Besuch der Berufs­fach­schu­le Haus­wirt­schaft bzw. der Berufs­fach­schu­le Sozi­al­as­sis­ten­t/-in (Schwer­punkt: Haus- und Fami­li­en­pfle­ge) wird als ers­tes Lehr­jahr aner­kannt. Als Aus­bil­dungs­nach­weis ist ein Berichts­heft zu füh­ren, das vom Aus­bil­der min­des­tens monat­lich geprüft und abge­zeich­net wird. Vor dem Ende des zwei­ten Aus­bil­dungs­jah­res erfolgt die Zwi­schen­prü­fung mit einem schrift­li­chen und einem prak­ti­schen Teil. Vor­aus­set­zun­gen für die Zulas­sung zur Abschluss­prü­fung sind die Been­di­gung der Aus­bil­dungs­zeit, das Bestehen der Zwi­schen­prü­fung und die ord­nungs­ge­mä­ße Füh­rung des Berichts­hef­tes.

Auf­nah­me­vor­aus­set­zun­gen

Vor­aus­set­zung für den Beginn der Aus­bil­dung ist der erfolg­rei­che Abschluss der Haupt­schu­le. Höhe­re schu­li­sche Qua­li­fi­ka­tio­nen erleich­tern natür­lich die beruf­li­che Fort­bil­dung in Rich­tung Meis­ter/-in der Haus­wirt­schaft oder Hauswirtschaftliche/r Betriebsleiter/in.

Der berufs­über­grei­fen­de Lern­be­reich

Deutsch/Kommunikation
Englisch/Kommunikation
Poli­tik
Sport
Reli­gi­on

Der berufs­be­zo­ge­ne Lern­be­reich Theo­rie

1. Lehr­jahr

► Die Berufs­aus­bil­dung mit­ge­stal­ten
► Güter und Dienst­leis­tun­gen beschaf­fen
► Waren lagern
► Spei­sen und Geträn­ke her­stel­len und ser­vie­ren
► Wohn- und Funk­ti­ons­be­rei­che rei­ni­gen und pfle­gen

2. Lehr­jahr

► Per­so­nen­grup­pen ver­pfle­gen
► Tex­ti­li­en rei­ni­gen und pfle­gen
► Wohn­um­feld und Funk­ti­ons­be­rei­che gestal­ten
► Per­so­nen indi­vi­du­ell wahr­neh­men und beob­ach­ten

3. Lehr­jahr

► Per­so­nen zu unter­schied­li­chen Anläs­sen ver­sor­gen
► Per­so­nen indi­vi­du­ell betreu­en
► Pro­duk­te und Dienst­leis­tun­gen ver­mark­ten
► Haus­wirt­schaft­li­che Arbeits­pro­zes­se koor­di­nie­ren

Aus­bil­dungs­in­hal­te

Der fach­theo­re­ti­sche Unter­richt erfolgt nach dem Lern­feld­kon­zept. Hier­mit soll den für die Haus­wirt­schaft schon immer wich­ti­gen Fähig­kei­ten die Selbst­stän­dig­keit, Eigen­ver­ant­wor­tung, Kom­mu­ni­ka­ti­ons­fä­hig­keit sowie Team- und Kon­flikt­fä­hig­keit in beson­de­rer Wei­se Rech­nung getra­gen wer­den. Ziel der Aus­bil­dung ist es, die zukünf­ti­gen Haus­wirt­schaf­te­rin­nen und Haus­wirt­schaf­ter durch Ver­mitt­lung von Schlüs­sel­kom­pe­ten­zen dahin­ge­hend zu qua­li­fi­zie­ren, dass sie in der Lage sind, die aus den oben genann­ten Lern­fel­dern abzu­lei­ten­den Dienst­leis­tun­gen selbst­stän­dig und per­so­nen­ori­en­tiert unter Beach­tung der Arbeits­or­ga­ni­sa­ti­on, des Umwelt­schut­zes, der Hygie­ne, der Sicher­heit und des Gesund­heits­schut­zes sowie wirt­schaft­li­cher und sozia­ler Zusam­men­hän­ge und qua­li­täts­si­chern­der Maß­nah­men aus­zu­füh­ren bzw. zu erbrin­gen. Dies umfasst nicht nur die bekann­ten haus­wirt­schaft­li­chen Ver­sor­gungs­leis­tun­gen, son­dern auch die hin­sicht­lich des abseh­ba­ren demo­gra­fi­schen Wan­dels immer wich­ti­ger wer­den­den Betreu­ungs­leis­tun­gen, wie z.B. Moti­va­ti­on und Beschäf­ti­gung von Men­schen in ver­schie­de­nen Lebens­ab­schnit­ten und ‑situa­tio­nen sowie die Hil­fe bei All­tags­ver­rich­tun­gen.

Ein biss­chen mehr

Teil­nah­me an Berufs­wett­be­wer­ben wäh­rend der Aus­bil­dung.

Abschluss der Aus­bil­dung

Beim Abschluss der Aus­bil­dung erhal­ten Sie zwei Zeug­nis­se. Die­se doku­men­tie­ren für Sie die fol­gen­den Abschlüs­se:

► Sekun­darab­schluss I — Haupt­schul­ab­schluss
Erfolg­rei­cher Abschluss der Berufs­schu­le, d. h. alle Lern­be­rei­che min­des­tens Note 4, maxi­mal zwei Ein­zel­no­ten 5 bzw. eine Ein­zel­no­te 6

► Sekun­darab­schluss I – Real­schul­ab­schluss
Erfolg­rei­cher Abschluss der Berufs­schu­le (s. o.) und erfolg­rei­che Abschluss­prü­fung im Aus­bil­dungs­be­ruf

► Erwei­ter­ter Sekun­darab­schluss I
Auf dem Berufs­schul­zeug­nis müs­sen die fol­gen­den Bedin­gun­gen erfüllt sein:
Noten­durch­schnitt 3,0
Deutsch 3
Eng­lisch 3
Berufs­be­zo­ge­ner Lern­be­reich 3

► Der Berufs­schul­ab­schluss in Ver­bin­dung mit der erfolg­reich abge­leg­ten Abschluss­prü­fung berech­tigt zum Besuch der Fach­schu­le Haus­wirt­schaft und der Klas­se 12 der Fach­ober­schu­le Ernäh­rung und Haus­wirt­schaft.