Berufs­schu­le Medi­zi­ni­sche Fach­an­ge­stell­te

Berufs­schu­le Medi­zi­ni­sche Fach­an­ge­stell­te


Das Berufs­bild

Medi­zi­ni­sche Fach­an­ge­stell­te betreu­en Pati­en­ten, für die sie meist die ers­te Kon­takt­per­son in der Pra­xis sind. Wenn es erfor­der­lich ist, wie­gen und mes­sen sie die Pati­en­ten, legen Ver­bän­de an, berei­ten Sprit­zen vor oder neh­men Blut für Labor­un­ter­su­chun­gen ab. Bei Unter­su­chun­gen sowie bei (klei­ne­ren) Ein­grif­fen durch die Ärz­te und Ärz­tin­nen assis­tie­ren sie, bedie­nen und pfle­gen medi­zi­ni­sche Instru­men­te und Gerä­te und füh­ren Labor­ar­bei­ten durch. Ein wich­ti­ger Auf­ga­ben­be­reich ist außer­dem die Orga­ni­sa­ti­on des Pra­xis­ab­laufs.

Dau­er

Die Aus­bil­dung dau­ert 3 Jah­re. Unter bestimm­ten Vor­aus­set­zun­gen ist eine Ver­kür­zung mög­lich: Der Noten­durch­schnitt des 2. Berufs­schul­zeug­nis­ses muss bes­ser als 2,49 sein, wobei kei­nes der Lern­fel­der schlech­ter sein darf als 3,0. In min­des­tens vier Prü­fungs­be­rei­chen der Zwi­schen­prü­fung dür­fen außer­dem kei­ne Män­gel fest­ge­stellt wor­den sein.

Auf­nah­me­vor­aus­set­zun­gen

Für den Zugang zur Aus­bil­dung wird der Haupt­schul­ab­schluss vor­aus­ge­setzt. Die meis­ten Pra­xen erwar­ten aber einen mitt­le­ren Bil­dungs­ab­schluss und tei­len dies ent­spre­chend ein.

Der berufs­über­grei­fen­de Lern­be­reich

Deutsch/Kommunikation
Englisch/Kommunikation
Poli­tik

Der berufs­be­zo­ge­ne Lern­be­reich Theo­rie

LF1: Im Beruf und Gesund­heits­we­sen ori­en­tie­ren
LF2: Pati­en­ten emp­fan­gen und beglei­ten
LF3: Pra­xis­hy­gie­ne und Schutz vor Infek­ti­ons­krank­hei­ten orga­ni­sie­ren
LF4: Bei Dia­gnos­tik und The­ra­pie von Erkran­kun­gen des Bewe­gungs­ap­pa­ra­tes assis­tie­ren
LF5: Zwi­schen­fäl­len vor­beu­gen und in Not­fall­si­tua­tio­nen Hil­fe leis­ten
LF6: Waren beschaf­fen und ver­wal­ten
LF7: Pra­xis­ab­läu­fe im Team orga­ni­sie­ren
LF8: Pati­en­ten bei dia­gnos­ti­schen und the­ra­peu­ti­schen Maß­nah­men der Erkran­kun­gen des Uro­ge­ni­tal­sys­tems beglei­ten
LF9: Pati­en­ten bei dia­gnos­ti­schen und the­ra­peu­ti­schen Maß­nah­men des Ver­dau­ungs­sys­tems beglei­ten
LF10: Pati­en­ten bei klei­nen chir­ur­gi­schen Behand­lun­gen beglei­ten und Wun­den ver­sor­gen
LF11: Pati­en­ten bei der Prä­ven­ti­on beglei­ten
LF12: Beruf­li­che Per­spek­ti­ven ent­wi­ckeln

Aus­bil­dungs­in­hal­te

• Gesund­heits­schutz und Hygie­ne
• Kom­mu­ni­ka­ti­on
• Pati­en­ten­be­treu­ung und ‑bera­tung
• Betriebs­or­ga­ni­sa­ti­on und Qua­li­täts­ma­nage­ment
• Ver­wal­tung und Abrech­nung
• Infor­ma­ti­on und Doku­men­ta­ti­on
• Durch­füh­ren von Maß­nah­men bei Dia­gnos­tik und The­ra­pie unter Anlei­tung und Auf­sicht des Arz­tes oder der Ärz­tin
• Grund­la­gen der Prä­ven­ti­on und Reha­bi­li­ta­ti­on
• Han­deln bei Not- und Zwi­schen­fäl­len

Abschluss der Aus­bil­dung

Beim Abschluss der Aus­bil­dung erhal­ten Sie zwei Zeug­nis­se. Die­se doku­men­tie­ren für Sie die fol­gen­den Abschlüs­se:

► Sekun­darab­schluss I — Haupt­schul­ab­schluss
Erfolg­rei­cher Abschluss der Berufs­schu­le, d. h. alle Lern­be­rei­che min­des­tens Note 4, maxi­mal zwei Ein­zel­no­ten 5 bzw. eine Ein­zel­no­te 6

► Sekun­darab­schluss I – Real­schul­ab­schluss
Erfolg­rei­cher Abschluss der Berufs­schu­le (s. o.) und erfolg­rei­che Abschluss­prü­fung im Aus­bil­dungs­be­ruf

► Erwei­ter­ter Sekun­darab­schluss I
Auf dem Berufs­schul­zeug­nis müs­sen die fol­gen­den Bedin­gun­gen erfüllt sein:
Noten­durch­schnitt 3,0
Deutsch 3
Eng­lisch 3
Berufs­be­zo­ge­ner Lern­be­reich 3

► Der Berufs­schul­ab­schluss in Ver­bin­dung mit der erfolg­reich abge­leg­ten Abschluss­prü­fung berech­tigt zum Besuch der Klas­se 12 der Fach­ober­schu­le Gesund­heit und Sozia­les — Schwer­punkt Gesund­heit-Pfle­ge.