VERPFLEGUNG

INFORMATIONSVERANSTALTUNGEN

ANMELDUNG AN UNSERER SCHULE

Anmeldungen für das Schuljahr 2018/2019 sind auf dem Anmeldeportal des Landkreises möglich. Die Anmeldungen für die Vollzeitschulformen müssen bis zum 20. Februar 2018 erfolgen. Die Anmeldungen für die Berufsschule (Teilzeit) sind ebenfalls über das Anmeldeportal vorzunehmen.

Hinweise zum Bewerbungsverfahren

Voraussichtliche Berufsschultage im Schuljahr 2018/2019

Zusatzqualifikationen:
Kauffrau/Kaufmann für internationale Geschäftstätigkeit
IHK-Fachkraft Im- und Export

AusbildungPlus an der BBSaM in Löningen

 

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Dieses Projekt wird aus Mitteln des Asyl-, Migrations- und Integrationsfonds gefördert.

ZERTIFIZIERUNG PFLEGE

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auch als Umschulungsmaßnahme möglich

 

WITTERUNGSBEDINGTER UNTERRICHTSAUSFALL

Aktuelle Hinweise zu einem möglichen Unterrichtsausfall finden Sie auf der Webseite des Landkreises Cloppenburg!

MITFAHRNETZWERK

FLINC

FORMULARE FÜR SCHÜLER/INNEN

BROSCHÜRE "BERUFLICHES GYMNASIUM"

HINWEIS ZUM BILDUNGS- UND TEILHABEPAKET

KIRCHENGEMEINDE ST. AUGUSTINUS

Kirche und Schule: Partner zum Wohle der Jugend

Die Berufsbildenden Schulen am Museumsdorf  in der St. Augustinus-Gemeinde
"Popcorn für 50 Cent!" So schallt es durch die Schule, wenn der Kindergarten St. Augustinus mit einer kleinen Gruppe eifriger Verkäufer durch die BBS zieht. Das selbst gemachte Popcorn zu Gunsten einer Hilfsaktion für brasilianische Kinder wird in der Schule gern angenommen. Schüler wie Lehrer freuen sich über den Besuch der "Kleinen" aus der Nachbarschaft, kaufen Popcorn und unterstützen damit ihre Aktion. Dieser Popcorn-Verkauf ist aber nur ein kleines Zeichen für das harmonische Miteinander der Kirchengemeinde St. Augustinus und der BBS am Museumsdorf. Es zeigt sich auch darin, dass jährlich Schüler der Berufsbildenden Schulen am Museumsdorf als Teil ihrer Berufsausbildung ein Praktikum im Kindergarten St. Augustinus absolvieren.

Historie der BBS am Museumsdorf
Seit den Gründungsjahren besteht eine enge Verzahnung zwischen der Kirche und der BBS. Am Ende des 19. Jahrhunderts hatte man klar erkannt, dass die Allgemeinbildung für den Bauernstand von größter Bedeutung war, und so ergriff Pfarrer Niemöller von der Pfarrei St. Andreas die Initiative, eine Ackerbauschule zu errichten. Der Bildungsvertrag mit der Regierung des Herzogtums Oldenburg wurde am 4. Oktober 1864 abgeschlossen. In diesen Anfangsjahren unterrichteten überwiegend Kapläne und Vikare. Auch die 1899 gegründete gewerbliche Fortbildungsschule, welche die Aufgabe hatte, die Meisterlehre zu ergänzen, stand in der Person von Kaplan Wittig unter kirchlicher Leitung. Aus diesen Wurzeln hat sich bis heute ein differenziertes, breit gefächertes  Berufsbildungsangebot entwickelt und zwei Berufsschulzentren an zwei Standorten, der Museumstraße und dem Lankumer Ring, entstehen lassen. Der Gebäudekomplex der heutigen BBS am Museumsdorf beendete 1956 die Raumnot an der sich immer mehr ausweitenden Berufs- und Handelsschule. Nach Fertigstellung wurde gemäß kirchlichem Brauch das neue Gebäude von Prälat Morthorst eingeweiht. In seiner Ansprache hob damals Landrat Bitter hervor, man möge „Gott bitten, dass das Gebäude stets unterrichtlichen Zwecken diene“. 50 Jahre später, im Jahre 2006, dankte die Schulgemeinschaft in einem Gottesdienst, der von Herrn Pfarrer Schmedes und Herrn Pfarrer Willenberg gehalten wurde,  dass dieser Wunsch sich realisiert hat.

Werteorientierung  und Toleranz als Grundlage des pädagogischen Handelns
Aus dieser Historie lässt sich ableiten, dass Tradition und christliche Leitlinien immer wesentliche Bestandteile des pädagogischen Handelns der Schule gewesen sind. Dies dokumentiert sich in dem heutigen Leitbild der Schule, in dem es heißt: „Wir gestalten die Schule als attraktiven und lernförderlichen Lebensraum und leisten unseren Beitrag zu einer werteorientierten Erziehung.“ Ziel ist es, zu Toleranz und Offenheit gegenüber anderen Wertvorstellungen zu erziehen und eine ethisch begründete Handlungskompetenz im schulischen Leben und darüber hinaus in der Berufswelt zu erreichen. Der hervorgehobene Stellenwert dieses Erziehungsziels ergibt sich u. a. aus dem alltäglichen Miteinander der Schulgemeinschaft: Schülerinnen und Schüler aus 33 Herkunftsländern und mit verschiedenen Konfessionen besuchen die Klassen der BBS am Museumsdorf, arbeiten gemeinsam im Unterricht und gestalten miteinander den Schulalltag, was nur durch gegenseitige Toleranz und Akzeptanz möglich ist. Die Anforderungen an den Religionsunterricht unterstreichen dieses Ziel im Besonderen.  Dort wird die Auseinandersetzung mit religiösen und weltanschaulichen Überzeugungen, Wertvorstellungen und Normen der unterschiedlichen Konfessionen gefördert. So findet der Religionsunterricht an der BBS konfessionsübergreifend statt, d. h. evangelische, katholische und andersgläubige Schüler werden gemeinsam unterrichtet.
Der werteorientierte und auf Toleranz basierende Unterricht beinhaltet die Verpflichtung, dass Schüler und Lehrer sich mit unserer Geschichte auseinandersetzen und für Gegenwart und Zukunft Zeichen setzen. So war die BBS am Museumsdorf die erste Schule in Cloppenburg, der die Mahnleuchte der Gesellschaft für christlich-jüdische Zusammenarbeit im Oldenburger Münsterland in öffentlichem Rahmen übergeben wurde.  Im Jahr 2003 übernahm sie zum 2. Mal dieses Symbol.  Auch in der Stadt Löningen wurde im Jahr 2006 an die Schülerschaft der dortigen Außenstelle der BBS am Museumsdorf der Davidsstern weitergegeben. Mit der Ausstellung dieser Symbole für die Pogrome in der Schule gedachte die Schulgemeinschaft der BBS der Opfer der Judenverfolgung. Sie verband dies gleichzeitig mit der Mahnung zur Zivilcourage und zu tolerantem Verhalten sowohl gegenüber politisch und religiös Andersdenkenden als auch gegenüber Menschen anderer Nationen, Herkunft und anderer Hautfarbe.

Die Kirche als spiritueller Partner
Die Kirche als spiritueller Partner ist ein unverzichtbarer Teil des Schullebens. Ein Höhepunkt des Schuljahres ist die feierliche Verabschiedung der Abiturienten der Fachgymnasien. Bisher wurde sie immer auf Wunsch der Abiturienten mit einem Dankgottesdienst begonnen, was durch Kardinal Lehmann, Vorsitzender der deutschen Katholischen Bischofskonferenz, 1997 folgendermaßen gewürdigt wurde: „Ich freue mich mit Ihnen, dass von Schülerinnen und Schülern des diesjährigen Abiturjahrganges selbst der Wunsch kam, ihren Schulabschluss mit einer Dankandacht zu begehen. Ich bin auch der Meinung, dass dieses Anliegen der Schüler nicht nur unsere Hochachtung, sondern unsere ganze Unterstützung verdient.“ Auch bei anderen Anlässen in der BBS feiert die versammelte Schulgemeinschaft Gottesdienst. Dabei geht es meist um den Ausdruck der Freude. Manchmal jedoch erfordern traurige Anlässe wie z. B. die Trauer über den Tod eines Schülers oder andere ähnlich gelagerte Krisen die seelsorgerische Unterstützung und Begleitung. Auch in diesen Fällen ist der Pfarrer der Gemeinde St. Augustinus ein wichtiger Ansprechpartner. Dieses zeigt, dass die St. Augustinus Gemeinde in den letzten Jahren immer häufiger die Rolle des spirituellen Partners der BBS am Museumsdorf bei unterschiedlichen Anlässen übernommen hat. Ihre Hilfe hat für die Schulgemeinschaft einen hohen Stellenwert. Dadurch wird aber auch deutlich, dass Kirche und Schule eine wichtige gemeinsame Zielgruppe haben: Kinder und Jugendliche. Diese gemeinsame Verantwortung verbindet. Wir hoffen auf eine weitere gute Zusammenarbeit zum Wohle der uns anvertrauten Jugendlichen.