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Galizien pur - aber bitte ohne Siesta
Sonntag, 13. Mai 2012

2012_05_praktikum-vigo_small.jpgMehtap Gevin aus Cloppenburg und ihre beiden Mitschülerinnen an der Berufsfachschule Pflegeassistenz Jacqueline Heithaus und Julia Völker haben in diesem Frühjahr ein Praktikum in Spanien absolviert und sind nun zurück in Deutschland. Die BBS am Museumsdorf hatte das Praktikum in einem Krankenhaus in Vigo, Spanien, organisiert und die drei angehenden Pflegeassistentinnen nach langer Vorbereitung in den Osterferien auf die Reise geschickt.

Für Mehtap Gevin war dieser Ausflug ins fremde Galizien ein ganz besonderes Ereignis. Bei ihrer Ankunft habe der herzliche Empfang den Einstieg in diese noch ungewisse Praktikumszeit sehr erleichtert und die Unterkunft in den Gastfamilien war sehr angenehm.

Informationen über die Lebensart der Spanier, insbesondere auch in Galizien, hatten die drei Schülerinnen aus erster Hand von Pilar Pereira, Lehrerin an der BBS am Museumsdorf, erhalten. Pereira stammt aus Galizien und hatte den Kontakt zu dem Krankenhaus in Vigo hergestellt, in dem das Praktikum stattfand. Nun hätten sie diese Lebensart hautnah selbst erlebt, so Mehtap mit einem Lächeln. Ein besonders krasser Unterschied im Kulturvergleich ist dabei für Mehtap das Abendessen, das häufig erst um 23 Uhr begonnen habe. Lustig war auch die Reaktion ihrer Gasteltern auf Mehtaps Angewohnheit, mittags eine „Siesta“ einzulegen. Diese von uns eher beneidete kulturelle Errungenschaft der Spanier sei dort heute eigentlich unüblich.

In der ersten Woche ihres Aufenthaltes in Vigo lebten die drei jungen Frauen in ihren Gastfamilien und besuchten die örtliche Berufsbildende Schule, um dort am Unterricht der Pflegeassistenten teilzunehmen. Im Ergebnis hätten sie festgestellt, dass das Berufsbild der Pflegeassistenz in Spanien deutlich anspruchsvoller ausfällt als in Deutschland. Die Ausbildungsinhalte gingen stark in Richtung Krankenschwester. So wurden in der dortigen Klasse regelmäßig Blutentnahmen und das Spritzen von Medikamenten geübt. Die Verständigung sei zwar nicht einfach gewesen, so Mehtap, da aber viele Inhalte mit Schaubildern und praktisch dargestellt wurden, sei diese Woche sehr lehrreich gewesen.

Nach diesem Schulbesuch ging es für Mehtap, Julia und Jacqueline mit dem Praktikum im Krankenhaus weiter. Dort seien die ersten Tage ein wenig schwierig gewesen, das sei dann aber besser geworden, so Mehtap und nach wenigen Tagen hätten sich alle drei besser in den Arbeitsprozess einbringen können.

Natürlich gab es bei diesem Praktikum auch unglückliche Erfahrungen. So war die Unterbringung in einem Studentenwohnheim nach einer Woche Gastfamilie nicht so angenehm. Außerdem sei das Wetter während dieser Zeit in Galizien sehr regnerisch und kühl gewesen. Aber das werfe eine norddeutsche Seele nicht so schnell aus der Bahn. Eine tollte Sache sei daher für sie diese Praktikumszeit gewesen, meint Mehtap.